Wie werde ich Freiwilliger Feuerwehrmann?

Für den Einstieg in die Freiwillige Feuerwehr Overath gibt es je nach Alter zwei Wege. Jugendlichen im Alter von 10 bis 17 Jahren steht der Weg über die Jugendfeuerwehr der Stadt Overath offen, hier werden sie neben anderen Aktivitäten auf den Dienst in der "Aktiven Feuerwehr" vorbereitet.

Der Direkteinstieg in den Löschzug steht den Interessierten im Alter ab 18 Jahren offen. Auch mit 50 Jahre sind Sie als "Seiteneinsteiger" für uns noch interessant und herzlich willkommen. Für den Dienst im Löschzug Overath ist keine besondere Vorbildung erforderlich, man muss nur gesundheitlich geeignet sein und den Wohnort oder die Arbeitsstelle im Löschbezirk von Overath haben.

Eintritt und Austritt in die Freiwillige Feuerwehr geschehen aus freiem Willen. Die Teilnahme an Übungen und Einsätzen und sonstigen Verpflichtungen gehören zum Feuerwehrdienst. Die Tätigkeit in der Freiwilligen Feuerwehr ist ehrenamtlich! Es findet keine Vergütung dafür statt.

Über die Einstellung in die Feuerwehr entscheidet letztendlich die Wehrleitung der Stadt Overath in Abstimmung mit der Zugführung des Löschzugs Overath, an die sich jeder Interessierte direkt wenden kann. Für weitere Informationen steht selbstverständlich auch jedes Mitglied des Löschzuges Overath zur Verfügung.

Es werden ernannt (als Auszug aus der Laufbahnverordnung NRW):

1. zur Feuerwehrfrau-Anwärterin oder zum Feuerwehrmann-Anwärter,
wer in die Feuerwehr eintritt.

2. zur Feuerwehrfrau oder zum Feuerwehrmann,
wer aus der Jugendfeuerwehr übernommen wird oder die Ausbildungsinhalte der Truppmannausbildung nach FwDV 2, Nummer 2.1.1, erfolgreich absolviert hat.

3. zur Oberfeuerwehrfrau oder zum Oberfeuerwehrmann,
wer mindestens 2 Jahre Feuerwehrfrau oder Feuerwehrmann war und die Ausbildungsinhalte der Truppmannausbildung nach FwDV 2, Nummer 2.1.2, erfolgreich absolviert hat.

4. zur Hauptfeuerwehrfrau oder zum Hauptfeuerwehrmann,
wer mindestens 5 Jahre Oberfeuerwehrfrau oder Oberfeuerwehrmann war und sich regelmäßig am aktiven Dienst der Freiwilligen Feuerwehr beteiligt hat.

5. zur Unterbrandmeisterin oder zum Unterbrandmeister,

wer mindestens Hauptfeuerwehrfrau oder Hauptfeuerwehrmann oder 1 Jahr Oberfeuerwehrfrau oder Oberfeuerwehrmann war und die Ausbildungsinhalte der Truppführerausbildung nach FwDV 2, Nummer 2.2, erfolgreich absolviert hat.

6. zur Brandmeisterin oder zum Brandmeister,
wer mindestens 2 Jahre Unterbrandmeisterin oder Unterbrandmeister war und am Gruppenführerlehrgang nach FwDV 2, Nummer 4.1, am Institut der Feuerwehr erfolgreich teilgenommen hat.

7. zur Oberbrandmeisterin oder zum Oberbrandmeister,

wer mindestens 2 Jahre Brandmeisterin oder Brandmeister war und sich regelmäßig am aktiven Dienst und an Fortbildungsveranstaltungen beteiligt hat.

8. zur Hauptbrandmeisterin oder zum Hauptbrandmeister,
wer mindestens 5 Jahre Oberbrandmeisterin oder Oberbrandmeister war und sich regelmäßig am aktiven Dienst und an Fortbildungsveranstaltungen beteiligt hat.

9. zur Brandinspektorin oder zum Brandinspektor,

wer mindestens Oberbrandmeisterin oder Oberbrandmeister war und den Zugführerlehrgang nach FwDV 2, Nummer 4.2, am Institut der Feuerwehr erfolgreich absolviert hat.

10. zur Brandoberinspektorin oder zum Brandoberinspektor,
wer mindestens Brandinspektorin oder Brandinspektor war und die Lehrgänge nach FwDV 2, Nummern 4.3 und 4.4, am Institut der Feuerwehr erfolgreich absolviert hat.

11. zur Gemeinde- oder Stadtbrandinspektorin oder zum Gemeinde- oder Stadtbrandinspektor,
wer mindestens Brandoberinspektorin oder Brandoberinspektor war und den Lehrgang Leitung einer Feuerwehr nach FwDV 2, Nummer 4.6, am Institut der Feuerwehr erfolgreich absolviert hat. 

Neben den hier zuvor in der Tabelle angesprochenen Lehrgängen sind noch eine Reihe weiterer Fachlehrgänge je nach angestrebter Qualifikation notwendig, z.B. :

  • Atemschutz

  • Funken

  • Maschinisten für Löschfahrzeuge

  • Maschinisten für Hubrettungsfahrzeuge

  • Gefährliche Stoffe und Güter

  • Technische Hilfe

Diese Lehrgänge werden in der Regel innerhalb auf Kreisebene besucht.

Der Aufbau einer Freiwilligen Feuerwehr ist von Alters her durch eine Hierarchie geprägt, welche heute in der Praxis nicht mehr so deutlich zum Vorschein kommt wie früher. Das Gerüst aus Dienstgraden und den dafür notwendigen Qualifikationen prägt die Feuerwehr auch heute noch, da es einerseits beim Einsatz die Ordnung in der Befehlsgebung sicherstellt und andererseits durch die gesetzliche Laufbahnregelung nicht außer Acht gelassen werden kann. Ansonsten tritt in der heutigen Zeit an dessen Stelle die gezielte Motivierung der einzelnen Feuerwehr -Männer und -Frauen geprägt durch teamorientierte Methoden, z.B. bei der Ausbildung.


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